Was das Schild bedeutet — und was es nicht bedeutet
Das achteckige Stoppschild verlangt, dass jedes Fahrzeug an der folgenden Kreuzung oder Einmündung vollständig zum Stillstand kommt. Erst danach darf in die bevorrechtigte Straße eingefahren werden, sofern dies ohne Behinderung oder Gefährdung des Querverkehrs möglich ist.
Das Anhalten hat an der Haltlinie zu erfolgen. Fehlt eine Haltlinie, ist dort zu halten, wo der Querverkehr gut eingesehen werden kann. Das Stoppschild kommt vor allem an unübersichtlichen Knotenpunkten und an Bahnübergängen ohne technische Sicherung zum Einsatz.
Verhalten im Geltungsbereich
Das Fahrzeug bis zum vollständigen Stillstand abbremsen, auch wenn der Querverkehr frei erscheint. An der Haltlinie halten, andernfalls an der Stelle mit der besten Sicht. Erst weiterfahren, wenn der bevorrechtigte Verkehr nicht behindert oder gefährdet wird.
Häufige Fragen
Reicht es, langsam zu rollen?
Nein. Das Stoppschild verlangt einen vollständigen Stillstand des Fahrzeugs. Bloßes Abbremsen oder Rollen erfüllt die Anordnung nicht.
Wo genau muss man halten?
An der Haltlinie. Ist keine vorhanden, an der Stelle, von der aus der Querverkehr am besten überblickt werden kann.
Muss man auch halten, wenn die Straße leer ist?
Ja. Die Haltepflicht gilt unabhängig davon, ob anderer Verkehr vorhanden ist.