Was das Schild bedeutet — und was es nicht bedeutet
Das stehende Andreaskreuz steht unmittelbar vor einem Bahnübergang und kennzeichnet ihn als Gefahrenstelle. Es macht deutlich, dass der Schienenverkehr an dieser Stelle uneingeschränkten Vorrang vor dem Straßenverkehr genießt, unabhängig davon, ob der Bahnübergang technisch durch Schranken oder Lichtzeichen gesichert ist.
Die stehende Bauform wird verwendet, wenn das Zeichen aufrecht neben der Fahrbahn aufgestellt werden kann. An Bahnübergängen ohne Schranken oder Blinklichter ist das Andreaskreuz häufig die einzige Sicherung. Wer es passiert, muss sich allein auf die eigene Beobachtung des Schienenwegs verlassen.
Verhalten im Geltungsbereich
Vor dem Andreaskreuz die Geschwindigkeit so weit verringern, dass jederzeit angehalten werden kann. Nähert sich ein Schienenfahrzeug oder ertönt ein akustisches Signal, ist vor dem Übergang anzuhalten. Den Bahnübergang nur überqueren, wenn er erkennbar frei ist und die andere Seite ohne Anhalten erreicht werden kann.
Häufige Fragen
Gilt das Andreaskreuz auch ohne Schranken?
Ja. Gerade an unbeschrankten Bahnübergängen ist das Andreaskreuz die maßgebliche Sicherung und ordnet den Vorrang des Schienenverkehrs verbindlich an.
Was bedeutet die stehende Bauform?
Die stehende Form wird verwendet, wenn das Kreuz aufrecht neben der Fahrbahn montiert werden kann. Die liegende Form (201-52) kommt bei beengten Platzverhältnissen zum Einsatz.
Muss man am Andreaskreuz immer anhalten?
Nicht zwingend. Ist der Übergang frei und naht kein Schienenfahrzeug, darf zügig weitergefahren werden. Anhalten ist Pflicht, sobald sich ein Zug nähert.